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Wie erkläre ich meinem Kind den Friedhof?

Auf dem Friedhof finden die Verstorbenen ihre letzte Ruhe. Kinder sollten bereits in die Zeremonie des Abschieds eingebunden werden. Sie können ihnen erklären, dass das Leben endlich ist, die einzelnen Abläufe der Beerdigung beschreiben und ihnen nahebringen, dass der Friedhof ein geschützter Raum für verstorbene Menschen ist. Vermeiden Sie Beschreibungen, die Verunsicherungen hervorrufen, wie z. B. „Er macht jetzt eine lange Reise“.

Kinder haben gute Ideen

Sollen wir Opas Lieblingsbuch in sein Grab legen? Kann ich der Oma etwas vorlesen, wenn wir am Grab sind? Kinderideen sind unbefangen und lebendig. Ihre Realisierung kann ein wichtiger Schritt für die Trauerarbeit der ganzen Familie bedeuten. Junge Menschen dürfen auch in die Gestaltung der Grabstelle eingebunden werden, z. B. bei der Wahl des Blumenschmucks oder der möglichen dekorativen Elemente.

Gemeinsame Rituale

Der Besuch des Grabes des Verstorbenen ist nicht immer einfach, gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Beerdigung. Um den Verlust zu begreifen und der Trauer ihren Raum zu geben, ist der Gang zum Friedhof jedoch sehr bedeutsam. Gehen Sie diesen schwierigen Weg gemeinsam mit ihren Kindern. Es gibt viele Rituale,  die dabei hilfreich sind: Blümchen niederlegen, eine Kerze anzünden, ein Gespräch am Grab oder vielleicht auch ein Gebet. Zeigen Sie ihren Kindern, dass der Friedhof nicht nur ein Ort für die Trauer, sondern ein Ort der Lebendigkeit und der Hoffnung ist. Die schönen Grünanlagen, die Baumbestände und das Beobachten der Eichhörnchen und Vögel können in diesen Momenten viel Trost spenden.

Auch Kinder brauchen Abschiedsrituale.

Kinder gehören zur Familie. Im Trauerfall sind sie von dem Verlust ebenso betroffen wie die Erwachsenen. Sie haben ein Recht auf ihre Trauer.

Viele Menschen fragen sich „Was hat ein Kind auf dem Friedhof zu suchen?“. Der Friedhof ist ein Teil unseres Lebens und wird im Sterbefall auch zu einem wichtigen Ort der Trauerbewältigung für die Angehörigen. Kinder sollten auch Möglichkeit haben, das Grab des Verstorbenen zu besuchen.

Tabuisierungen und Verheimlichungen können bei Kindern Unsicherheiten und Ängste auslösen. Der Friedhof ist kein verbotener Ort, der eine düstere Unheimlichkeit ausstrahlt. Gemeinsame Rituale in der Familie können für die Trauerarbeit sehr hilfreich sein.

Ein Aphorismus aus Nigeria lautet: „Der alte Mann läuft vor dem Tode fort, aber das Kind steht und schaut ihn sich an.“ Schauen Sie sich mit ihren Kindern gemeinsam den Friedhof an.

Thema: Trauerbewältigung

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